Nachdem ich ein sehr naturliebender Mensch bin und mir das Bienensterben große Sorgen macht, hab ich beschlossen ein Bienenhotel zu bauen um zumindest einen kleinen Beitrag zu leisten. Aber nicht nur das, auch rund um mein Gemüsebeet blühen heuer Ringelblumen, Borretsch und alles was es sonst noch so ohne meine Hilfe dort hin geschafft hat. Es summt und brummt und ich freue mich riesig. Das Gemüsebeet sieht zwar nicht sonderlich aufgeräumt aus aber dafür ist es voller Leben und wie ich finde wunderschön!
Zurück zum Bienenhotel:
Ich bin ein schnell schnell, ich will das jetzt machen Pfuscher. Lange überlegen und Pläne zeichnen gibts bei mir nicht. Bienenhotel muss her, da wird nicht lange in Baumärkte gefahren oder Bauplan gezeichnet. Ein schönes Stück Holz vom Brennholzhaufen aus dem Keller ist genauso gut oder warscheinlich besser wie eine Designer Nisthilfe vom Baumarkt.
Ein bisschen schlau mach ich mich natürlich schon. Man muss sich ja Ideen und Guso holen. Darum wusste ich nach kurzer googelei dass das Holz am besten ein Hartholz ist das keine Risse um aufweist. Ebenso hab ich gelesen dass Bambusstäbe, wie man sie oft in fertigen Nisthilfen findet oft stark ausgefranst sind und sich Bienen und andere Insekten an den ausgefransten Enden verletzten können. Das will ich natürlich nicht.
Nach einer kurzen Einweisung auf der Standbohrmaschinen meines Freundes und angsterfüllten Momenten während der ersten Bohrungen….. ( nicht ich hatte Angst- mein Freund hat wie ein Chamäleon zu mir rüber geschielt dass ich fast Angst hatte seine Augen würden stecken bleiben- ich hab das gesehen mein SCHATZ ! jaja…) ….. ging´s dann relativ flott dahin.
Auf der Webseite bienenhotel.de fand ich im Online Shop unter der Kategorie Niströhren super Infos bzgl. Durchmesser der Bohrungen und welche Bienen welche Größe bevorzugen.
Hier kurz zusammengefasst:
4mm: kleine Bienenarten (Maskenbienen, Löcherbienen), kleine Grabwespen (z.B. Passaloecus, Rhopalum, Trypoxylon)
5mm: mittelgroße Bienenarten (Scherenbienen, Stahlblaue Mauerbiene, Löcherbienen) undmittelgroße Grabwespenarten (Trpoxylon, Psenulus), kleine Lehmwespenarten
6mm: Rote Mauerbiene, Distel-Mauerbiene, kleine Blattschneiderbienenarten, große Lehmwespenarten
7mm: Rote Mauerbiene (idealer Durchmesser), Gehörnte Mauerbiene, Distel-Mauerbiene, Glänzende Natternkopf-Mauerbiene, Blattschneiderbienenarten, Rainfarn-Seidenbiene, große Lehmwespenarten
8mm: Gehörnte Mauerbiene (idealer Durchmesser), Rote Mauerbiene, Blattschneiderbienenarten, Tönnchenwegwespe
Nach ca. 30 min war die Bohrerei auch schon wieder erledigt und ich konnte mich an den Vogelschutz machen. Ich hab gelesen dass man einen Kaninchenzaun oder ähnliches ca. 2-3 cm von den Bohrungen entfernt befestigen soll damit hungrige Vögel die Larven nicht rauspicken können. Ich hab ja schließlich kein Selbstbedienungsbuffet gebaut sondern eine Nisthilfe und darum wurde der Rat selbstverständlich umgesetzt. Ich hab ein eher stabiles Gitter locker rund um das aufgestellte Holzscheit gestellt und hinten verschlossen. An der Unterseite hab ich das Gitter einfach etwas überstehen lassen und es dann wie ein Geschenkspackerl zusammengebogen damit das Holzscheit von dem Gitter getragen wird.
Befestigt hab ich das Ganze unter dem Dach damit der Regenschutz gegeben ist. In meinem Fall auf Augenhöhe da die Garage etwas unter Gartenniveau gebaut wurde.
Und hier präsentiere ich stolz mein schnell schnell husch pfusch Bienenhotel 🙂
Ich bin schon sehr neugierig werd mich da besuchen kommt und halt euch selbstverständlich auf dem Laufenden 🙂
Alles Liebe,
euer Ninchen

















